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Auch wenn wir die Rubrik
SteingartenSTAUDEN genannt haben, wollen wir an dieser Stelle doch all
jene Pflanzen nennen, die gut in einen Steingarten passen. Einfach weil
es für die Gestaltung eines Steingartens oder auch nur eines Kiesbeets
oder eines mediterranen Gartens in unseren Breiten von Vorteil ist.
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Primeln gehören zu den Stauden, auf
die man im Garten einfach nicht verzichten kann. Und dabei sind nicht
wenige Arten äußerst anspruchsvoll. Allgemein lässt sich sagen, dass
Primeln es immer etwas feucht und außerdem nährstoffreich haben wollen.
Zuviel Sonne im Sommer halten sie auch nicht aus.
Und doch gibt es einen Vertreter
unter den Primeln, dem Trockenheit und Hitze relativ wenig ausmachen -
die Teppich-Primel (Primula juliae). Zwar leiden auch ihre
Blätter unter starker Sonneneinstrahlung, doch die Pflanzen erholen sich
bei kühlerer Witterung recht schnell.
Sie blühen sehr früh im Jahr in
leuchtendem Violett. Außerdem produziert eine Pflanze pro Jahr 2-3
Ableger, so dass man mit Teppichprimeln sehr schnell schöne, dichte,
frischgrüne Polster hat. |
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Der Moossteinbrech hat
bei uns endlich einen Platz gefunden, an dem es ihm so richtig gut
gefällt. 2010 erfreute er uns mehrere Wochen mit seinen
zarten Blüten. Leider leiden die Polster immer sehr bei starker
Sommerhitze. |
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Beim Bepflanzen der Böschungssteine
der ersten Hangstufe im Herbst 2009 war es uns noch nicht klar, aber die
weiße Schleifenblume und der fliederfarbene Polsterphlox
harmonieren perfekt miteinander. Das muss ausgebaut werden. Daher haben
wir die Schleifenblume mit selbst gezogenen Samen vermehrt. Den Phlox haben
wir eh in Massen auf dem Grundstück.
P.S.: Leider mussten wir beim
Verpflanzen der Schleifenblumen feststellen, dass sie das nicht
besonders mögen. Es ist auch nicht sehr einfach, da es sich um
Pfahlwurzler handelt. |
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Und noch zwei Bilder vom
Polster- oder Teppichphlox, weil`s so schön war in diesem Jahr.
Gleichwohl sind die polsterbildenden Phloxe ideale Gartenstauden, denn
sie stellen keinerlei Ansprüche an den Boden, solange sie es nur schön
sonnig haben. Dabei halten sie sogar die extremsten Temperaturen im
Sommer aus und bleiben auch im Winter noch grün bzw. verfärben dann ihre
Blätter. Es gibt sie in allen Farben außer Gelb. |
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Haarig und doch wunderschön - die
Knospen vom Storchschnabel. Leider wissen wir nicht, um welche
Sorte es sich handelt. (wahrscheinlich Geranium macrorrhizum) Jedenfalls blüht er rosa, wird ca. 30 cm hoch und
bildet innerhalb kürzester Zeit selbst an pudertrockenen Standorten
dichte Polster. Daher eignet er sich ideal als Unterpflanzung für Rosen
oder Sträucher. Ach ja, beim Zerreiben der Blätter duftet die Pflanze
intensiv nach Zitronen. |
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Die im Herbst gepflanzte Japanische
Steingartenazalee blühte 2010 zum ersten Mal. Und auch noch so richtig
prächtig in leuchtendem Rosarot! |
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Diese zweifarbige Azalee
wurde uns mal wieder halb eingegangen geschenkt. Was sollen wir sagen?!
- Bei uns hat sie sich prima erholt und auch ganz toll geblüht. Wir sind
auf 2011 gespannt. |
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Auch so ein Zwerg-Rhododendron
gehört unter die Steingartenpflanzen, wenngleich er natürlich wie die
Azaleen auch keine Staude sondern ein Gehölz ist. Leider sind die bisher
von uns gepflanzten Zwerg-Rhododendren im Winter immer erfroren. Ob es
diesem Exemplar anders ergeht im Winter 2010/2011? |
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Wenn von Steingartenpflanzen die
Rede ist, darf eine Staude auf keinen Fall fehlen - die Bergenie.
Eine absolut pflegeleichte Staude mit herrlichen Blüten im Frühjahr und
sehr großen, grünen, fleischigen Blättern, welche dicht gedrängt
beieinander stehen und dem Unkraut keine Chance geben.
Es gibt mittlerweile jede Menge
Züchtungen und man sollte schon darauf achten, dass man eine immergrüne
Varietät erwischt. Warum? Weil in der kalten Jahreszeit doch schließlich
auch etwas grün sei soll! Außerdem verfärben sich bei einigen
Sorten im Herbst und Winter die Blätter sehr dekorativ in knallrot oder
auch lila. Auch verschiedene Blühfarben gibt es von weiß bis rot.
Und noch etwas zeichnet
Bergenien als absolute Anfängerpflanzen aus: Sie tolerieren jeden
Standort. Ob trocken oder feucht, ob sonnig oder schattig. Sie blühen
aber nur so richtig schön bei einem sonnigen Plätzchen und
nährstoffhaltigem Boden.
Damit die Bergenie als
Blattschmuckpflanze im Garten zur Geltung kommt, sollte man sie schon großflächig anpflanzen. Man kann die Pflanzen zwar nach einigen
Jahren auch teilen, aber es dauert, bis genügend Pflanzen für eine
größere Fläche daraus werden. |
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Weiße Polsternelken vor lila
Storchschnabel (Geranium sanguineum) - auch eine gelungene
Kombination, wobei man aber aufpassen muss, dass der viel höhere
Storchschnabel die Polsternelke nicht überwächst. |
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Auch einige Vertreter der
Kräuter-Fraktion gehören eigentlich zu den Steingartenpflanzen, so wie
dieses Bergbohnenkraut auf dem Foto. Es wächst kontinuierlich und
bildet innerhalb kürzester Zeit dichte, immergrüne Matten. Dabei ist es
trockenheits- und hitzetolerant und noch dazu anspruchslos, was den
Boden angeht.
Leider neigt es aber dazu,
andere Pflanzen in seiner Umgebung zu verdrängen, deshalb sollte man es
unbedingt im Auge behalten und jährlich zurückschneiden. Das
abgeschnittene Kraut kann man einfrieren, so hat man immer etwas
Bohnenkraut, wenn`s mal wieder grüne Bohnen gibt. |
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Eine unterschätzte und oft als
Unkraut verschriene, teppichbildende Staude ist das Filzige Hornkraut.
Seine silbrigen Polster sind einfach nur schön und wirken auch im
mediterranen Garten. Gleichzeitig ist es trockenheitsverträglich und
anspruchslos, was den Boden betrifft. Es blüht Anfang Juni sehr
reich.
Nach der Blüte wird
die Staude jedoch erst einmal unansehnlich. Man sollte sie dann
möglichst flach abschneiden und neu austreiben lassen. Da die Pflanze
sehr stark wuchert, ist bald ein frisches silbergraues Polster
entstanden, das bis zur nächsten Blüte im kommenden Jahr so bleibt. Dem
Ausbreitungsdrang kann man durch den Rückschnitt ebenfalls entgegenwirken. |
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Ein eher langsam wachsender,
flacher Bodendecker ist hingegen das Erdbeerblättrige Fingerkraut
(Potentilla tridendata), dass es in verschiedenen Farben gibt.
Wir haben eine rot blühende Sorte in unserem Garten.
Einzeln gepflanzt wird es
schnell übersehen, pflanzt man es auf die Trockenmauer, wird es bald von
starkwüchsigeren Pflanzen überwuchert. Um ihm Platz und Aufmerksamkeit
zukommen zu lassen, haben wir es unter einen weiß blühenden Salbeibusch
gepflanzt. Es wächst in diesen hinein, ohne von ihm verdrängt zu werden.
Die länglichen, weißen Blütenähren des Salbei passen außerdem sehr gut
zu den knallroten Schalenblüten des Fingerkrauts. |
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Die Blüte des Katzenpfötchens
(Antennaria dioica) nimmt man eigentlich erst dann richtig wahr,
wenn man der Pflanze genügend Raum lässt, um zu einem größeren Teppich -
aus sehr flachen silbrigen Blattrosetten - zusammenzuwachsen.
Ansonsten handelt es sich bei
dieser Pflanze um eine trockenheitsverträgliche, hitzeverträgliche,
unproblematische Wildstaude ohne besondere Ansprüche. Man pflanzt sie
einfach und lässt sie dann wachsen, das war`s. |
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Dieses zartrosa, gefüllte
Schleierkraut (Gypsophila repens "Rosenschleier") wird nicht
höher als 60 cm und eignet sich daher sehr gut für den Steingarten, aber
auch für die Bepflanzung von Trockenmauern oder als Rosenbegleitstaude. |
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Was wächst auf sandigem, trockenem,
nährstoffarmen Boden wohl am besten? Richtig! Alles was zur Gattung
Sedum gehört. So wie die rosa blühende Art (Sedum spurium) auf dem Foto. |
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Tripmadam (Sedum reflexum
nanum) - eine graublaue
niedrige Sedumart, die kreisrunde Polster bilden kann, wenn man sie
lässt. Nach der Blüte geht die Pflanze ein, versamt sich jedoch
zahlreich. |
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Eine besonders hübsche Art ist das
Pflaumensedum (Sedum cauticolum), das perfekt kreisrund zu
sehr dichten Polstern heran wächst und dunkelrot blüht. Ursprünglich
stammt es übrigens aus Japan. Wer hätte das gedacht? |
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Die Hohe Fetthenne kennt
eigentlich jeder. Sie ist mit ihrer Größe von bis zu einem Meter nicht
nur etwas für den Steingarten und noch dazu völlig anspruchslos und
pflegeleicht. Mittlerweile gibt es auch eine größere Zahl an Züchtungen,
die von weiß bis dunkelrot blühen. Es gibt auch dunkellaubige und
buntblättrige Sorten.
Wir
haben in unserem Garten drei verschiedene Sorten von den Vorbesitzern
übernommen: Sedum telephium ssp. ruprechtii (Gelbblühende
Fetthenne), Sedum telephium (Foto) und Sedum spectabile
(rein rosa blühend). |
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