Prachtstauden

- 2010 -

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    
    

 

 

 

Die Vergänglichkeit des Seins symbolisiert eine Mohnpflanze am besten, blühen doch die einzelnen Knospen nur wenige Tage - so wie hier der Türkische Stauden-Mohn.

Anmerkung: Der einheimische Klatschmohn blüht sogar nur wenige Stunden am Tag!

 

 

Unser Rittersporn (Delphinium elatum) hatte es schwer in diesem Jahr. Die Eselsdistel verdeckte ihn mit ihren riesigen Blättern immer wieder. Und da unsere Rittersporn-Staude noch jung war, wurde sie nicht so hoch. Ihre Blütenrispen waren entsprechend nicht gerade, sondern leicht gebogen.

 

 

Margeriten gibt es viele, hohe und niedrige, mehrjährige und einjährige, weiße und bunte. Neben der einfachen und sich wie wild versamenden Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) und der pinkfarbenen Strauchmargerite wächst in unserem Garten seit diesem Jahr auch noch diese dicht gefüllte Schönheit - eine Edelmargerite (Leucanthemum Maximum - Hybride ' Stina').

 

 

Da die echten Lilien Zwiebelgewächse sind, gehören sie genau genommen nicht zu den Stauden. Da wir aber nur wenige Sorten haben und sie durchaus sehr prachtvoll sind, reihen wir sie unter dieser Kategorie ein. Verwendet werden sie genauso. Das Foto zeigt eine orangerote asiatische Hybride.

Wer Lilien übrigens vermehren will, braucht nur die Zwiebeln auszugraben. An ihnen sitzen in der Regel jede Menge winziger Tochterzwiebeln, die man vereinzeln kann. Allerdings dauert es bis zur Blüte dieser Tochterzwiebeln mindestens 2 Jahre. Doch das ist für einen Gärtner ja praktisch nur ein Wimpernschlag ;-)

 

 

Eigentlich hatten wir die gelben asiatischen Lilien ja verschenkt. Doch beim Ausgraben blieben ein paar kleine Tochterzwiebeln in der Erde und trieben wieder kräftig aus. Ausnahmsweise blühten sie sogar schon im ersten Jahr!

 

 

Hier die einheimische Feuerlilie, die in diesem Jahr fast 1,5 m hoch war und zahlreiche Blüten hatte. Und wenn diese doofe Lilienmotte nicht in viele Knospen ihre Eier abgelegt hätte, dann wären es noch viele Blüten mehr gewesen. Doch auch so war es ein wahres Spektakel.

 

 

Wie schon mehrfach erwähnt, sind gelb blühende Stauden der Steffi ihre Sache nicht. Deshalb ist diese Fallschirm-Rudbeckie (Rudbeckia laciniata) der Vorbesitzer inzwischen im Nutzgarten gelandet an einer eigentlich eher undankbaren Stelle.

Doch wider Erwarten gefällt es der Staude dort sehr gut. Die Zweige der Johannisbeersträucher bedecken ihren Fuß und lassen die Erde so nie austrocknen. Prompt ist die Pflanze in den vergangenen zwei Jahren mal eben um 2/3 in die Höhe geschnellt und überragt uns inzwischen beide.

Eine Blüte hat übrigens einen Durchmesser von fast 10 cm! Auch die überaus lange Blühdauer von in diesem Jahr fast 8 Wochen (dank des kühlen Wetters) und die lange Haltbarkeit in der Vase beeindruckten uns. Außerdem sehen auch die abgeblühten Samenstände ohne die gelben Blütenblätter noch sehr dekorativ aus. Darüber hinaus wuchert sie nicht und samt sich auch nicht unkontrolliert aus wie die neben ihr stehende Staudensonnenblume.

 

 

Und hier ist sie auch schon - die Stauden-Sonnenblume (Helianthus atrorubens). Jedes Jahr garantiert ein Blütenmeer, sofern man auf Gelb steht.

Aber das eigentliche Problem mit dieser Pflanze ist ihr Wille, sich überall auszubreiten. Die winzigen Sonnenblumenkerne sind schon reif und keimfähig, wenn die Pflanze noch gar nicht richtig abgeblüht hat. Und die fliegen überall hin. Gleichzeitig hat ein Horst so viele Blütenstiele, dass man richtig zu tun hat, wenn man sie abschneiden will.

Und die doch immer wieder sprießenden Sämlinge zu Jahresbeginn rauszureißen, ist auch nicht so einfach, da sie sich regelrecht in den Boden krallen. Also warum lassen wir diese Pflanzen trotzdem weiterhin im Garten? Vielleicht weil sie mit ihrem breiten Wuchs, ihrer Anspruchslosigkeit und der Höhe von über 1 m auch noch die hässlichsten Ecken im Garten aufwerten.

Als wir das Grundstück übernommen haben, gab es eine Fläche von gut 20 m2 neben dem Haus, die bereits vollständig von diesen Pflanzen bedeckt war. Eine gute Freundin hat Steffi damals dabei geholfen, die Pflanzen zu beseitigen, damit man überhaupt den Nutzgarten betreten konnte.

 

 

An den Blättern ist die Verwandtschaft zwar nicht zu erkennen, wohl aber an den Blüten, die erst recht spät im Herbst erscheinen - die Weidenblättrige Sonnenblume (Helianthus salicifolius). Ebenfalls eine mehrjährige, frostharte Staude, die aber nicht wegen ihrer Blüten, sondern aufgrund der riesigen Wedel von bis zu 3 m Höhe gepflanzt wird.

Wir haben die Pflanze von Steffis Onkel geschenkt bekommen und an den Teich gepflanzt, wo sie wirkt wie ein Relikt aus der Urzeit. Auch wenn die Pflanze erst im Spätsommer und Herbst ihre endgültige Höhe erreicht, ist bisher noch jeder von ihr beeindruckt gewesen - sogar Steffis Onkel, der 2010 meinte, unser Exemplar sei sogar noch größer als sein eigenes geworden.

 

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