Paddeltour auf der Müggelspree

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    
    

 

An der östlichen Berliner Stadtgrenze liegt die Stadt Erkner. Dort haben wir unser faltbares Paddelboot zu Wasser gelassen, sind ein kurzes Stück über den Dämeritz-See gepaddelt und dann auf die Müggelspree gefahren, die sich durch das Berliner Urstromtal schlängelt.

Es war ein strahlend schöner Sommertag, und wir haben gleich zu Beginn unserer Paddlerkarriere einen großen Fehler gemacht - wir sind ohne Kopfbedeckung losgepaddelt! Zwar waren wir auch zuvor bereits mit geliehenen Booten auf verschiedenen Gewässern unterwegs gewesen, aber diese waren entweder sehr schattig oder aber so groß, dass ein beständiges Lüftchen wehte. Die Müggelspree lag zu unserer Überraschung jedoch zu großen Teilen in der prallen Sonne. Links und rechts reihte sich eine Kuhweide an die andere. So paddelten wir schon nach einer kurzen Strecke nur noch "von Baum zu Baum". Immer auf der Suche nach Schatten. Nach ca. 2 h mussten wir Rast machen, weil Steffi einen leichten Sonnenstich hatte und etwas Schlaf benötigte. Der Strohhut, der zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch keiner war, weil er keinen besaß, nutze die Gelegenheit und fotografierte indes ein paar Tierchen.

Trotzdem finden wir die Müggelspree empfehlenswert. Einfach weil es eine andere Facette an Paddlergewässern bietet - das langsame Fließgewässer. Auf der Strecke gibt es nicht viele Paddler. Wahrscheinlich weil es keine Ausweichroute gibt, um wieder zurückzupaddeln. Man muss dann einfach kehrt machen und gegen die leichte Strömung paddeln. Daher sollte man vorher wissen, wie viele Kilometer man noch Kraft hat.

 

 

 

Schwanenfamilie auf der Müggelspree.

 

 

So schattig war es nur ein kurzes Stück und zwar nur dort, wo es Anlieger gibt. Die meiste Strecke ist jedoch unbewohnt. Man fährt an Kuhweiden, Wiesen und Feldern vorbei.

 

 

Eines der wenigen Häuser entlang der Strecke - ein Hotel?

 

 

Der obligatorische Graureiher sitzt diesmal auf einer Kiefer. Selbst ihm ist heiß, wie man am offenen Schnabel erkennen kann.

 

 

Die Zutraulichkeit der Libellen hat uns verwundert. Hier eine Frühe Adonislibelle.

 

 

Und hier eine Federlibelle. Es ist ein Männchen, die Weibchen sind braun.

 

 

Diese Libelle saß auf unserem Paddel und hatte eine Flügelspannweite von ca. 10 cm! Wahrscheinlich ist es eine Mosaikjungfer. Leider konnte der Strohhut sie nur von hinten fotografieren.

 

 

Wer weiß schon, dass es sich bei diesen beiden um Männchen (blau) und Weibchen (grün) derselben Art handelt? Es sind Prachtlibellen. Der Name verwundet nicht, wenn man sie in der Sonne funkeln sieht. Dabei sind sie nicht besonders groß, vielleicht 6 oder 7 cm lang.

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