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Wie oft begegnet man einem Tier und
weiß nicht, wie es heißt oder wie es lebt? Wie oft wird eines der
kleinen Krabbeltiere gedankenlos totgetreten? Wenn Kirschen oder
Pflaumen madig sind, verfallen Jahr für Jahr Millionen Kleingärtner den
Verlockungen der Werbeindustrie und rennen in den nächstbesten Baumarkt,
um sich irgendein chemisches Mittelchen zu holen und es in die
Atmosphäre zu pusten. Dabei ziehen sie sich Schutzanzüge und Atemmasken
an und vergessen dann ganz schnell, dass sie das Gift über das besagte
Obst doch wieder zu sich nehmen. Es ist doch der pure Wahnsinn, dass all
die Kleingartenvereine mit ihren winzigen Parzellen es bis heute nicht
geschafft haben, ihre Mitgliedern die chemische Keule zu verbieten. Nach
unserer eigenen bitteren Erfahrung spritzen 99 % der Vereinsmitglieder
Chemie. Unkontrolliert! So werden jährlich aufs Neue Tonnen über Tonnen
von Chemikalien in die Natur gebracht. (Dabei regelt das deutsche
Kleingartengesetz ansonsten jeden Pubs!)
An all die anderen kleinen Krabbler,
die dabei ebenfalls drauf gehen, denkt keiner. Daran, dass sie im
kommenden Jahr wieder und immer mehr spritzen müssen, auch nicht. Denn
all die nützlichen Tiere, die den Schädlingsbefall in Grenzen halten
könnten, sind ja ebenfalls drauf gegangen. Und deren Bestände erholen
sich nicht so schnell wie die der Schädlinge.
"Nützlich" ist dabei ein relativer
Begriff. Im Grunde hat jedes Lebewesen seine Berechtigung in der Natur,
denn es belegt eine bestimmte ökologische Nische, in der es für die
Natur von Nutzen ist. Damit muss es aber für den Hobbygärtner noch lange
nicht "nützlich" sein. Wir konzentrieren uns in unseren
Darstellungen auf
diejenigen Lebewesen, die man als hilfreich für den Hobbygärtner
betrachten kann.
Ja, die Industrie verspricht, dass
die chemische Keule ganz gezielt wirkt und nur der betreffende Schädling
gekillt wird. Aber Leute, schaltet doch mal wieder das Gehirn ein!
Gift ist und bleibt Gift. Es wird auch nicht einfach so abgebaut,
wie offenbar viele meinen. Es lagert sich ab. Wo? Na am Ende der
Nahrungskette. Und wer befindet sich am Ende der Nahrungskette?
Doch wie soll man etwas
schützen, von dem man nicht weiß, dass es existiert?
Da wir unseren Garten biologisch
bewirtschaften ohne den Einsatz chemischer Dünger oder von Herbiziden,
Pestiziden und Insektiziden, sind wir besonders auf die kleinen Helfer
der Natur angewiesen und bemühen uns, sie in unserem Garten heimisch
werden zu lassen. An dieser Stelle möchten wir sie Euch vorstellen.
Dabei werden wir uns bemühen,
möglichst viele von ihnen mit auf unserem Grundstück selbst geschossenen Fotos
darzustellen. Viele der Tiere werden jedem bekannt sein und für uns
nicht schwierig zu identifizieren sein. Manchmal jedoch finden sich
Arten, deren Namen wir nicht kennen. Wir fordern Euch daher unbedingt
auf, uns bei der Bestimmung behilflich zu sein. Wenn Ihr das möchtet,
nennen wir Euch dann auch gern beim Namen oder verlinken uns mit Eurer
eigenen Homepage.
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