Mai 2010

in unserem Obst- und Gemüsegarten

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    
    

 

 

 

 

 

Endlich ist er da - der Wonnemonat! Bisher hat er aber außer trübem Wetter und kühlen 10 bis 14 °C nicht sehr viel zu bieten. Zumindest hat es endlich mal ausdauernd geregnet. Besonders für den Obst- und Gemüsegarten war das nach dem trockenen und windigen April eine Wohltat.

Die Kirschbäume sind inzwischen verblüht. Pfirsich und Pflaume ebenso. Dafür haben die Apfelbäume das Zepter in die Hand genommen, wie das Foto beweist.

Das Bäumchen auf dem Bild ist übrigens noch ein Überbleibsel der Vorbesitzer. Bei denen war er aber schon fast tot und bestand eigentlich nur noch aus einem dünnen Stamm. Wir haben ihn dann an einen geeigneteren Standort umgepflanzt mit ordentlich Kompost. Er dankt es uns in diesem Jahr erstmals mit einer reichhaltigen Blüte. Ach ja, es handelt sich um einen James Grieve Apfel.

Hinter dem Bäumchen könnt Ihr die immer noch reichlich blühenden Johannisbeersträucher erkennen.

 

 

 

Auch die schwarzen Johannisbeeren blühen jetzt.

 

 

Der alte Apfelbaum daneben leidet jedoch immer noch. Auch ein drastischer Rückschnitt im letzten Jahr hat daran nichts geändert. Grund für das Elend sind zahlreiche Holzschädlinge, die den Stamm angebohrt haben. Der Befall ist zwar weg, er hat jedoch zu Fäulnis im Stamminneren geführt. Einige wenige Blüten schiebt der Baum aber dennoch. Der Sommer wird zeigen, ob er endgültig die Kurve kriegt, oder aber gefällt werden muss.

 

 

Der Rhabarber wächst prächtig und üppig in diesem Jahr. Auch diese Pflanze haben wir gerettet. Wir stießen beim Graben zufällig auf ihr Rhizom. Blätter hatte die Pflanze gar keine mehr! 2,5 Jahre nach dem Umpflanzen und liebevoller Pflege durch Steffi, wollte sie nun sogar blühen. Die Blüten haben wir aber ausgebrochen, da die Pflanze ihre gesamte Kraft sonst in die Blüte stecken und nach der Samenbildung eingehen würde.

Ach ja, einmal Rhabarberkuchen gab es schon. Mmmh...

 

 

 

So sieht`s momentan im Gemüsegarten aus. Es sprießt kräftig. Wir haben sogar schon die ersten Radieschen geerntet.

Probleme gibt`s in diesem Jahr mit der frühen Möhre "Duwicker", deren bereits gekeimte Pflänzchen eines Tages einfach verschwunden waren (die mittelfrühen und späten Möhren standen aber noch), sowie mit dem Salat "Amerikanischer Brauner". Dessen Saatgut wollte in diesem Jahr so gar nicht keimen. Beides hat Steffi die Tage noch einmal nachgesät.

Auf dem Bild mit den dunklen Kreisen hat Steffi übrigens Kohlrüben und Erbsen ausgesät, die auch bereits aufgehen. Besonders hoffnungsvoll, dass das was wird, sind wir dank unserer Rehe und anderer Tierchen aber nicht.

 

 

 

Die Erdbeeren haben sich von der Fressattacke der Rehe inzwischen etwas erholt und neue Blüten gebildet. Hoffentlich wird es jetzt was. Die Hoffnung ist berechtigt, da der Strohhut einen Teil des Gartens neu eingezäunt hat. Noch scheinen die Rehe keinen neuen Zugang gefunden zu haben.

 

 

Die Kartoffeln stecken nun auch endlich ihre Köpfe aus der Erde. Zum Anhäufeln sind sie derzeit aber noch zu lütt.

 

 

Auf dem zukünftigen Porree- und Tomatenbeet haben wir zur Gründüngung Senf ausgesät, der recht wuchsfreudig ist und nach nur 2 Tagen gekeimt hat! Einen Teil der Erde werden wir aber dennoch austauschen müssen, wenn die Tomaten was werden sollen. Na, wir sind`s ja schon gewöhnt.

 

 

Unter diesem Vliestunnel befinden sich seit dem Wochenende die von Steffi vorgezogenen Gemüsepflanzen und Blumen. So können sie prima abhärten und sind gleichzeitig vor zuviel Sonne oder Frost geschützt. In diesem Jahr haben die Pflanzen gerade so Platz gefunden.

 

 

Das Wetter in den letzten zwei Wochen war einfach be... Wann immer es ging, haben wir aber wenigstens Brennholz geschnitten. Es ist schon wieder ein riesiger Stapel zusammen gekommen, wie man auf dem Foto erkennen kann. Alle vier hintereinander gestapelten Blöcke sind frisch. Und es hat sich schon wieder allerhand angesammelt.

 

 

Jetzt kann man auch an den Johannisbeeren sehen, dass wir es wohl mit einer wahren Johannisbeer-Schwemme zu tun bekommen in diesem Jahr. Steffi fürchtet sich schon vor der Verarbeitung!

An den einzelnen Beerenrispen kann man aber auch sehen, dass nur die oberen Blüten befruchtet worden sind. Der Grund ist, dass Johannisbeeren von oben nach unten blühen. Die unteren Blüten öffnen sich später. Die Bienen und andere Befruchter-Insekten mögen die Johannisbeerblüten aber offenbar nur anfliegen, solange es noch nicht genügend andere "Ausweichmöglichkeiten" gibt, also nur wenn die ersten Johannisbeerblüten sich öffnen. Sobald Kirschen und Pflaumen etc. anfangen zu blühen, lassen sie die Johannisbeeren links liegen.

 

 

Anders als erwartet blühen die Erdbeeren nach der Rehfraßattacke doch noch wunderbar und reichlich. Da es aber weiterhin zu kühl und regnerisch ist, bleibt abzuwarten, ob die Ernte auch so reichlich und vor allem lecker ausfällt.

Auf den Fotos sind all unsere Erdbeerbeete zu sehen. Das dritte Foto zeigt das zuletzt im Herbst 2009 angelegte Erdbeerbeet (im Vordergrund). Da sieht es entsprechend nicht ganz zu üppig aus.

 

 

Hier ein Bild vom zukünftigen Tomatenbeet mit der Gründüngung darauf. Man kann wunderbar sehen, wie unterschiedlich diese gewachsen ist. Obwohl es eigentlich ständig geregnet hat, wächst der Senf da am besten, wo die Regenrinne von unserem kleinen Gartenhäuschen auf dem Beet mündet (rechts unten).

So langsam wird es Zeit, das Beet für die Tomaten und den Porree vorzubereiten. Beides hat Steffi bereits vorgetrieben.

 

 

Wirkliche Wachstumsprobleme haben wir auf dem Mairüben-Radieschen-Kohlrabi-Beet. Bereits die zuletzt geernteten Radieschen waren fast durchgängig madig. Und auch Kohlrabi und Mairüben zeigen ein seltsames Wuchsverhalten. Einige wenige Pflanzen sind groß und kräftig. Andere hingegen mickern so vor sich hin und gedeihen einfach nicht.

Da es momentan recht feucht ist, hat Steffi ihren Verdacht von Erdflöhen nun auf Nematoden verschoben und Tagetes dazwischen ausgesät. Mal sehen, ob das hilft. Ach ja, sie gießt jetzt auch noch mit Löwenzahn-Brühe. Na, hoffentlich sprießen im kommenden Jahr dann nicht überall die Butterblumen!

 

 

Keine so argen Probleme gibt es hingegen auf dem Möhren-Zwiebel-Salat-Beet. Auch wenn ein paar Schnecken einige der jungen Salat-Sämlinge abgefressen haben. Die haben wir aber inzwischen nachgesät und gleich noch etwas Schneckenkorn ausgestreut.

Das hellgrüne auf dem hinteren Teil ist Koriander, der sich dort selbst ausgesamt hat. Man kann daran prima die Umrisse des Beetes vom Vorjahr erkennen.

 

 

Auch Erbsen und Kohlrüben entwickeln sich bisher prächtig. Wir haben als Rankhilfe für die Erbsen Teile des alten Schutznetzes vom Teich aufgespannt. Da wir keine Fische mehr haben, die der Reiher holen könnte und auch keine Laubbäume in Teichnähe, benötigen wir es nicht mehr.

 

 

Die Paprikas haben inzwischen ihren Platz auf den Hügelbeeten eingenommen und wachsen prima. Nur das mit den Melonen scheint im Freiland nicht so gut zu funktionieren. Die Zuckermelonen sind bisher alle eingegangen. Auf dem Bild sieht man noch ein paar Wassermelonen-Pflänzchen. Denen geht es noch ganz gut.

 

 

Auch die Mais-Pflanzen sind gesetzt, dazwischen verschiedene Kürbissorten. Am Mais sollen später Stockbohnen empor ranken. Wir sind gespannt, ob das klappt. Auf jeden Fall sieht es momentan noch recht kahl aus.

 

 

Hier noch mal eine Ansicht, als sich gerade ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolken zwängten. Sieht doch gleich viel freundlicher aus, oder?

 

 

Wie bereits im Vorjahr haben wir die alte gusseiserne Badewanne der Vorbesitzer mit Kompost gefüllt und zwei Zucchini-Pflanzen hinein gesetzt. Wenn alles gut geht, wird die Badewanne bald unter einer Flut aus Blätter verschwinden.

P.S.: Mittlerweile wurde eine Pflanze von einem hundsgemeinen Tier rausgerissen und zerfleddert. Sieht nach einem fehlgeleiteten Vogel aus. Wenn wir den erwischen!

 

 

Der Gemüsegarten im Überblick.

 

 

Die Kartoffeln sind jetzt auch angehäufelt.

 

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