Gehölzrandstauden

- 2010 -

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    
    

 

 

 

Ende März beginnt dieser hübsche Bodendecker zu blühen. Die Blüten sind anfangs rosa und werden später leuchtend blau. Doch vor allem die gefleckten Blätter sind sehr dekorativ.

Das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) benötigt einen humosen, halbschattigen Standort und liebt eine dicke Mulchschicht aus Laub.

 

 

Eigentlich müsste man es unter den Frühblühern auflisten - das Immergrün (Vinca minor), denn es blüht ab Ende März. Dabei ist es gar keine Staude sondern ein kriechender Halbstrauch.

Das gibt es in einer lila und einer weißen Variante im Handel. Wem jetzt das fliederfarbene Blütchen zu langweilig ist, dem sei gesagt, dass die Blütenfarbe vom Standort der Pflanze abhängt. Je schattiger sie wächst, desto dunkler. Allerdings werden an einem sonnigeren Standort deutlich mehr Blüten gebildet.

Immergrün ist eine der anspruchslosesten Pflanzen überhaupt und wird gern als Bodendecker unter Gehölzen eingesetzt, weil es dem Wurzeldruck gut standhält und auch Trockenheit bestens verträgt. Allerdings bedeckt es den Boden dann sehr viel lockerer als bei ausreichend feuchtem Standort.

 

 

Die Silberblättrige Goldnessel (Lamium argentatum) mit ihren gefleckten Blättern mag es feucht und schattig. Sofern man sie humos und mit einer ausreichend dicken Mulchdecke aus Laub pflanzt, kann man sie gut als Bodendecker verwenden. Doch bildet sie Ausläufer und kann so auch zum Problem werden. In unseren Böschungssteinen allerdings sind wir vor solchen Spierenzien gefeit.

 

 

Tränendes Herz (Dicentra spectabilis) - hier mal in Weiß.

 

 

Und noch mal in Rosa.

 

 

Akeleien gibt es viele und in vielen Farben. Doch manchmal ist das Einfachste auch das Schönste. Die weiße Akelei (Aquilegia) haben wir von Steffis Mutter geschenkt bekommen und mussten sie bereits gegen die Raupen irgendeiner Blattwespenart verteidigen, die drohte, alle Akeleien in unserem Garten zu vertilgen. Das mühsame Absammeln jeden Tag hat sich gelohnt, wie man an dieser tollen Blüte sieht.

Akeleien lassen sich übrigens ganz einfach aus Samen selbst vermehren.

 

 

Die Dreimasterblume (Tradescantia) kann schnell zu einer Plage werden, wenn man nicht aufpasst. Zwar blüht sie den gesamten Sommer über, samt sich aber auch entsprechend aus.

Außerdem sehen die Pflanzen nur so richtig schön aus, solange die Stängel aufrecht stehen. An heißen Sommertagen fallen die Horste auseinander, was liderlich aussieht. Dafür vertragen Dreimasterblumen so gut wie jeden Standort.

 

 

Die Zieststaude (Stachys grandiflorum?) haben wir von Steffis Onkel geschenkt bekommen, der sie aus Dänemark mitgebracht hat, allerdings ohne zu wissen, worum es sich handelt. Immerhin sind wir uns sicher, dass es eine Ziest-Sorte ist, welche wissen wir leider nicht.

Ziest bevorzugt einen humosen Boden, ansonsten ist er sehr pflegelicht und blüht den ganzen Sommer über. Auch prima als Rosenbegleitstaude.

 

 

Nein, dies ist keine Distelblüte. Es handelt sich um die Große Sterndolde (Astrantia major), deren filigrane Blüten den lichten Schatten unter Gehölzen wunderbar aufhellen, indem sie wie Sterne über dem dunkelgrünen Laub stehen.

 

 

Die Ligularie (Ligularia dentata) mit ihren runden großen Blättern und den dunkelroten Stielen ist eigentlich eine Blattschmuckpflanze, weshalb wir sie an den Teich gepflanzt haben. Das Dottergelb ihrer Blüten passt dort auch hervorragend zu den violetten Ähren des Blutweiderichs.

Dennoch handelt es sich nicht um eine Uferstaude im herkömmlichen Sinn sondern um eine Gehölzrandstaude, die es halbschattig liebt. Nichtsdestotrotz steht sie bei uns sonnig mit dem Ergebnis einer reichhaltigen Blüte. Nur bei allzu großer Mittagshitze lässt die Ligularie in der Sonne die Blätter hängen. Während der kühleren Nachtstunden erholt sie sich jedoch wieder.

 

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