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Natürlich blühen Gänseblümchen
sehr früh im Jahr, und man könnte sie deshalb auch zu den Frühblühern
zählen, dennoch sind sie als typische Wiesenblumen im eigentlichen Sinne
Freiflächenstauden.
Hier mal eine gefüllte Züchtung,
die leider nicht langlebig ist und sich auch nicht bereitwillig aussamt
wie die wilde Variante. |
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Eine weitere Wiesenblume -
Iris sibirica, die es im Gegensatz zur Trockenheit liebenden
Iris barbata/germanica eher nährstoffreich und feucht haben will.
Trockenere Standorte werden jedoch auch vertragen, so lange es genügend
Nährstoffe gibt. Ansonsten stellt die Pflanze die Blüte ein und ist
somit ihrer Schönheit beraubt.
Mittlerweile hat man übrigens auch
die Urform züchterisch veredelt. Es gibt inzwischen auch weiße und rosa
Varietäten dieser Irisart. |
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Die Blüten der Bergflockenblume
(blau - Centaurea montana) und der Flockenblume (violett -
Centaurea dealbata) zeigen die Verwandtschaft zur einheimischen
Kornblume (Centaurea cyanus).
Schneidet man die Pflanzen nach
der Blüte auf ca. 10 cm zurück, vermeidet man unansehnliche, vom Mehltau
und anderen Pilzen befallene Pflanzen, da sie neu austreiben und sogar
wieder blühen. |
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Ebenfalls sehr vergänglich -
einjähriger Mohn, den es in vielen verschiedenen Farben gibt und der
so gut wie keine Bodenansprüche stellt.
Auch wenn die einzelnen Blüten
schnell abgeblüht sind, so sehen doch auch die Samenkapseln sehr
dekorativ aus! Diese sollte man im Garten trocknen lassen und erst
ernten, wenn die Kapseln ganz braun und der Samen blaugrau geworden sind
- kurz bevor die Samenkapseln von allein aufplatzen. Übrigens
sind die Farben intensiver, je nährstoffreicher der Boden ist, auf dem
sie wachsen. |
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Auch die Margeriten blühen
jetzt. Die bunte Strauchmargerite etwas vor der einheimischen weißen
Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Letztere versamt sich frei in unserem Garten und
überrascht uns jedes Jahr aufs Neue, ohne lästig zu werden. Einfacher
kann man sich den Sommer nicht in den Garten holen. |
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Eine sehr dankbare Staude ist die
Himmelsleiter (Polemonium), die auch Jakobsleiter genannt
wird, weil die himmelblauen Blüten wie bei einer Wendeltreppe am Stiel
angeordnet sind. Sofern man der Pflanze einen nährstoffreichen sonnigen
Standort im Garten überlässt, bedeckt sie in kürzester Zeit den Boden
und bewahrt ihn vor dem Austrocknen und dem Unkraut. Die Pflanze ist
durch Samen leicht zu vermehren. |
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Wer jetzt glaubt, dass des
Strohhuts Lieblingsblumen Rosen oder Clematis seien, der irrt. Profaner
könnte es nicht sein: Die Eselsdistel (Onopordum acanthium)
hat sein Herz erobert!
Unser Exemplar ist aber auch eine
Wucht! Sie überragt mittlerweile sogar den Strohhut.
Leider handelt es sich um
eine nur zweijährige Distelart. Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine
relativ kleine und sehr flache Blattrosette. Erst im zweiten Jahr
beginnt sie zu wuchern.
ACHTUNG: Da es sich um ein
Wildkraut handelt, das noch dazu eine Pfahlwurzel ausbildet, sollte man
die Samenkapseln nicht heranreifen lassen. Die Disteln können sich
andernfalls wie wild ausbreiten. |
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Wer wie wir eher trockenen und
durchlässigen Sandboden in seinem Garten hat, wird um ihn hier nicht
herum kommen - Steppen- oder Hainsalbei (Salvia nemorosa).
Es gibt ihn in verschiedenen Sorten, z.B. in Lila, in Blau, in Rosa oder
eben in Weiß. Die weiße Variante heißt "Adrian".
Übrigens blüht dieser Salbei den
ganzen Sommer hindurch und bietet Bienen, Hummeln und Schmetterlingen
immer eine Nahrungsquelle. Gleichzeitig kann ihm selbst die größte Hitze
und Trockenheit nichts anhaben, nein, er liebt sie sogar! Pflegeleichter
geht`s nun wirklich nicht!
Er erreicht einen Durchmesser
von 50 cm und wird genauso hoch. Daher verdeckt er die grauen
Böschungssteine perfekt. |
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Auf den ersten (flüchtigen) Blick
ähnelt die Blüte der Skabiose der der Sterndolde. Bei genauerem
Hinsehen erkennt man jedoch leicht die Unterschiede, zumal die Skabiose
es eher sonnig mag und ihre Blütenköpfe längst nicht so zahlreich wie
die der Sterndolde sind.
Außerdem: Der zartlila Farbton
der Skabiose ist nicht leicht zu entdecken. Dennoch ist es eine
lohnenswerte Staude, da sie kaum Pflege benötigt, abgesehen vom
jährlichen Rückschnitt im Herbst.
Da sie nicht besonders hoch
wird, gehört die Staude im Beet in den Vordergrund. |
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Auch Gräser gehören zu den
Freiflächenstauden. Hier die duftigen Blütenrispen vom Reitgras "Karl
Foerster". |
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Nur ca. 2 cm Durchmesser hat die
Blüte der Witwenblume (Knautia). Dafür schiebt eine Staude
unermüdlich zahlreiche Köpfchen, die bei uns zwischen den weißen Dolden
von Koriander Höhepunkte setzen. |
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So sehen Korianderstängel
aus, wenn man sie von unten fotografiert. |
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Auch in diesem Jahr blühte ab Ende
Juni wieder der Borretsch. Für Hummeln und Bienen sind die Blüten
einheimischer Kräuter im Sommer eine unersetzliche Pollenquelle, denn
eine Vielzahl von Stauden vertragen die heißen Temperaturen von über 30
° C nicht und stellen ihre Blüte ein.
Ebenfalls bereits
verblüht sind die meisten Gehölze. Was sonst noch Blüten hat im Sommer,
sind häufig hoch gezüchtete Prachtstauden oder andere Blumen, die zwar
überall in den Gärten anzutreffen sind, die aber keinen Pollen liefern
oder für unsere einheimischen Pollensammler nicht zugänglich sind, da
die Natur sie für andere Insekten entworfen hat. |
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Fotogen, lecker und auch noch ein
weiterer wichtiger Pollenlieferant - Dill! |
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Ähnlichkeit mit einer Skabiose hat
der Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria), verwandt ist
er aber eher mit den Disteln. Stachelig sind aber nur die Samenstände.
Die eigentliche Pflanze ist ca. 60 cm hoch. Daraus erwächst ein
mindestens 1,50 m hoher Blütenstängel. |
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Sandig und trocken mag es das
Hohe
Schleierkraut (Gypsophila paniculata). Das Foto zeigt die gefüllte rosa
Variante, die aber nicht so hoch wird wie die ungefüllte weiße Sorte
(nämlich ca. 1 m). Letztere samt sich bei geeignetem Standort auch aus.
So wächst es z.B. wie eine Wiesenblume wild auf dem Trockenrasen unserer
Nachbarn. |
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Skurril sehen die Blüten der
Indianernessel (Monarda fistulosa) schon aus. Dennoch sind
sie ein absoluter Hingucker. Bei uns wächst die Staude vollsonnig am
Teich, was ihr angesichts zahlreicher Blüten auch gut gefällt.
Leider verträgt sie
sommerliche Temperaturen über 30 °C nicht gut, zumal der Sand
sich bei uns dank des fehlenden Rasens enorm aufheizt und die Hitze somit noch
verstärkt.
Wir mussten auch bereits
feststellen, dass ihre Blätter bei zu feuchtem Wetter schnell vom
Mehltau befallen werden und dann abfallen, so dass die Staude
mittlerweile kaum noch Blätter hat. |
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Disteln kann man nie genug haben.
Hier eine Blaue Kugeldistel. |
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Wenn es um
Freiflächenstauden geht, kommt man um die Schafgarbe (Achillea
millefiorum) nicht herum. Jeder hat sie schon einmal gesehen, und
fast jeder Gartenbesitzer ärgert sich, wenn sie sich in seinem Rasen
oder seinen Beeten breit macht. Denn diese einheimische Schafgarbenart
samt sich beständig und zuverlässig aus und ist nur sehr schwer wieder
zu entfernen dank ihrer vielen Ausläufer.
Andererseits ist sie nicht
giftig, nicht hässlich und ihre Blätter duften sogar wunderbar. Deshalb
wohl ist die Schafgarbe und einige ihrer zahlreichen Verwandten
mittlerweile zu einem züchterischen Lieblingsobjekt avanciert, dass es
nicht mehr nur in Weiß, sondern auch in Rosa, Pink, Lachs, Gelb, Apricot
und Rot gibt. Darüber hinaus hat man versucht, ihren Ausbreitungsdrang
zu bändigen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg.
Dabei gibt es in der großen
Familie der Schafgarben auch einige Vertreter, die zumindest keine
lästigen Ausläufer produzieren, so dass es sich für den Gartenbesitzer
durchaus lohnt, sich eingehender mit dieser Pflanzengruppe zu
beschäftigen. Und da es sich auch noch um anspruchslose,
trockenheitsverträgliche Stauden handelt, ist es uns immer noch ein
Rätsel, warum es sie im Handel nur selten zu kaufen gibt.
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Ebenfalls trockenheits- und
hitzeverträglich sowie ein zuverlässiger Spätsommerblüher ist der
Purpurne Sonnenhut (Echinacea rubra), der sich einfach
mittels Aussaat vermehren lässt.
Unsere Exemplare haben wir aus Samen selbst gezogen,
was wir nur empfehlen können, da es wesentlich günstiger ist, als die
Pflanzen mehrjährig im Handel zu kaufen. Die Pflanzen bilden bereits im
ersten Jahr Blüten, die wochenlang halten!
Mittlerweile gibt es
Sonnenhüte in allen
möglichen Farben und Formen, so dass wohl für jeden Geschmack etwas
dabei sein dürfte. Diese Hybridsorten lassen sich aber nicht über Samen
vermehren.
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Auch die Korea-Minze (Agastache
rugosa "Heronswood Strain") haben wir aus Samen selber gezogen. Sie
ist ein absoluter Schmetterlingsmagnet!
Die Pflanzen sind mehrjährig.
Allerdings sind die Sämlinge wohl frostempfindlich, weshalb man sie
nicht schon im Herbst im Freien aussät, sondern ab Mitte Februar im Haus
vorzieht. Leider haben diese Prozedur bei uns nur 5 Pflanzen
überstanden. Wir sind gespannt, wie sie den kommenden Winter überstehen
und ob sie sich nicht eventuell sogar selbst aussamen. |
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