|
Wer es bunt in seinen
Beeten mag und auch gern mal wieder etwas Anderes ausprobiert, ist mit
einjährigen Sommerblumen bestens bedient. Vor allem wenn es sich um
leicht zu ziehende Arten handelt. In der Regel blühen die Einjährigen
etwas später im Jahr, dann aber wochenlang. Sie ergänzen damit jede
Stauden-Rabatte, zumal sich mit ihnen Lücken in der Bepflanzung
wunderbar schließen lassen, ohne die Stauden einzuengen.
|
|



|
Neben dem bekannten
mehrjährigen Stauden-Rittersporn haben wir in diesem Jahr auch einjährigen Rittersporn
(Consolida ajacis)
gezogen und waren begeistert! Die Pflanze wird bei guter
Nährstoffversorgung und vollsonnigem Standort bis zu 1,5 m hoch.
Ihr Laub ist sehr viel
filigraner als beim Stauden-Rittersporn. Das Farbspektrum reicht von
weiß über rosa bis zu blau. In einem Samentütchen, das es für wenig Geld
überall zu kaufen gibt, ist meist eine Mischung enthalten. Danach lassen
sich Samen zur Selbstvermehrung einfach abnehmen.
Die Blüten
erscheinen bei im Haus vorgezogenen Pflanzen ab Mitte Juni den ganzen
Sommer über.
Nur blöd, dass sie nicht winterhart sind. Sie samen sich aber großzügig
aus und überwintern als Sämlinge direkt vor Ort. |
|




|
In diesem Jahr hatten wir
eine Mischung verschiedenfarbiger Sonnenblumen ausgesät, die sich
auch prima entwickelt haben. Leider musste der Strohhut sie roden, als
sie gerade richtig schön blühten, weil sonst der Mais gar nichts mehr
geworden wäre. Steffi hatte die Kerne nämlich neben den Maispflanzen
ausgesät, und denen nahmen die Sonnenblumen dann Licht und Nährstoffe
weg. Keine gute Kombination. Den Kürbis- und Zucchinipflanzen haben die
Sonnenblumen hingegen gar nichts ausgemacht. Auch sie wuchsen auf dem
selben Beet. |
|




|
Super einfach und
wunderschön - Mohn (Papaver). Einfach den feinen Samen ab März und dann im
wöchentlichen Abstand zwischen den Stauden ausstreuen und abwarten.
Die obersten zwei Bilder -
Gartenmohn (Papaver somniferum), darunter Papaver setigerum, das unterste Bild -
Sandmohn (Papaver argemone). |
|

|
Etwas für die
Beetumrandung oder den Vordergrund in einer Rabatte sind
Zwergmargeriten. Die Pflanzen werden durchschnittlich 30 cm hoch.
Nach der ersten Blüte im Juli sollte man die Pflänzchen zurückschneiden,
damit sie neu austreiben und nochmal blühen. Andernfalls samen sie sich
leicht aus und blühen dann später im Jahr wieder. Dankbare
Anfängerpflanze.
Steffi hatte die
Pflänzchen im Haus vorgezogen, damit sie früher blühen. Hat problemlos
geklappt. |
|


|
Portulakröschen
gibt es in allen Farben, mit einfachen oder gefüllten Blüten. Damit sie
schön blühen, sollte man sie nach dem Keimen (nur Direktsaat ins
Freiland ab Mitte Mai!) vereinzeln und unbedingt sonnig pflanzen. An den
Boden stellen sie sonst keine weiteren Ansprüche. Allerdings sehen sie
erst ab Ende Juli wirklich gut aus - besonders als Beetumrandung.
Vor allem die noch
jungen Keimlinge übersieht man gern im Blumenbeet und reißt sie leicht
raus, deshalb unbedingt die Saat markieren. |
|


|
Diese Pflanze ist ein
richtiger Geheimtipp. Sie wird als "Blaue Pimpinelle" bezeichnet
oder als "Gauchheil". Sie ist auch tatsächlich mit dem bekannten Unkraut
namens "Ackergauchheil" verwandt, welches aber sehr viel kleiner ist und
winzige rote Blüten hervorbringt. Eine Blüte der Blauen Pimpinelle ist
hingegen um die 2 cm groß (Durchmesser).
Steffi hatte die
Pflänzchen im Haus vorgezogen, was diese aber nicht gut vertragen haben.
Besser dürfte die Direktsaat ab Ende April/Anfang Mai sein. Eine Pflanze
erreicht eine Höhe von guten 20 cm. Daher unbedingt in den Vordergrund
pflanzen. Im Beet sollte man sie in größeren Gruppen pflanzen, damit sie
nicht übersehen werden. Als Beetumrandung eignen sie sich allein eher
nicht aufgrund der schlechten Fernwirkung der Farbe Blau. Eventuell ist
aber eine Kombination mit Zwergmargeriten möglich, wenn es denn eine
Beeteinfassung werden soll. Ansonsten eignet sich die Blaue Pimpinelle
auch sehr gut als Balkonpflanze.
Die Pflanze stellt
keinerlei Ansprüche an den Boden. |
|

|
Die Kapuzinerkresse
gehört bei uns in den Nutzgarten. Dort eignet sie sich hervorragend als
Beeteinfassung. Die Aussaat ist denkbar einfach - ab Mitte Mai direkt an
Ort und Stelle ca. 1 cm tief in die Erde stecken. Nährstoffreich muss
der Standort aber unbedingt sein und noch dazu sonnig. Im
Spätsommer/Herbst kann man dann unproblematisch wieder reife Samen
aufsammeln. |
|



|
Eine der am simpelsten zu
ziehenden und anspruchlosesten Sommerblumen sind die Studentenblumen.
Besonders die niedrigen Arten sind absolute Anfängerpflanzen. Die kann
man problemlos ab Ende April direkt ins Freiland säen. In einem milden
Winter versamen sie sich sogar von allein im Garten. Die höheren Sorten
(Tagetes erecta) sollte man ab April im Haus vorziehen, da sie
sonst erst sehr spät im Jahr blühen. |
|

|
Diese Pflanze war auch
auch so eine positive Überraschung in diesem Jahr. Es ist eine
Zitronenmonarde (Monarda citriodora). Eigentlich eine Staude
übersteht sie bei uns den Winter nicht und wird daher als
Einjährige gezogen. Einfach an Ort und Stelle ab Anfang Mai aussäen. Sie
stellt keine Ansprüche an den Boden, solange sie sonnig stehen darf.
Dann bedankt sie sich beim Gärtner mit einer äußerst reichhaltigen
Blüte, die noch dazu viele Schmetterlinge anzieht.
Die Pflanze produziert
auch jede Menge Samen, die man allerdings nur mit etwas Mühe aus den
Hülsen lösen kann. Sie versamt sich NICHT von allein. |
|

|
Sommerastern
gehören ebenfalls zu den sehr leicht zu ziehenden Sommerblumen. Da sie
kaum Wurzeln ausbilden, eignen sie sich sogar für die Bepflanzung des
Balkons. Die von uns gezogene Sorte in diesem Jahr heißt "Angela". Sie
erstrahlt in einem tiefem Violett.
Leider haben wir sie zu
spät ins Freiland gepflanzt, so dass die Pflanzen keine Samen bilden
konnten. Geblüht haben sie aber trotzdem sehr schön, auch wenn die
Blütenköpfe der Sorte so schwer waren, dass die Stiele sie kaum tragen
konnten. Das Problem könnte aber auch durch den vielen Regen ab August
verursacht worden sein.
Sommerastern versamen sich
leicht im Beet, wenn man die Pflanzen nicht nach der Blüte abschneidet. |
|


|
Bei den Cosmeen
oder Schmuckkörbchen haben wir bisher leider immer Pech mit der Aussaat
gehabt. Entweder keimen die Pflanzen schlecht, oder sie fallen nach dem
keimen um, oder sie bilden keine Blüten nur Kraut. Dieses Jahr hat uns
deshalb Steffis Onkel Pflänzchen aus seinem Garten gegeben, da sie sich
bei ihm sogar selber versamen! Daraufhin waren sie eine Wucht! Bei uns
haben sie sich auch schon von allein vermehrt, aber nur geringfügig. |
|

|
Auch das Steinkraut
ist sehr einfach zu ziehen und betört noch dazu mit einem
atemberaubenden Duft nach Honig. Es ist die ideale Beeteinfassung.
Leider ist der Samen so fein, dass man keine Samen nehmen kann (oder
jedenfalls ist es uns nicht gelungen). Es samt sich aber von allein aus.
Man muss
nur aufpassen, dass man es nach dem Aussäen nicht vergisst, denn es benötigt einige Zeit, um zu keimen.
Die Sämlinge sind dann anfangs so zart, dass man sie schnell für Unkraut
hält. |
|

|
Wenn es einen Preis gäbe
für die Sommerblume, die am einfachsten in der Anzucht ist, dann gewänne
sie ihn - die Ringelblume. Allerdings samt sie sich auch ordentlich aus
und kann so mitunter zur Plage werden. Besonders toll an ihr ist
übrigens ihre lange Blütezeit. Sogar die ersten leichten Fröste machen
ihr nichts aus. |
|
zurück zu
Impressionen 2008
zurück zu
Impressionen 2009 |