Einjährige

- 2010 -

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


    
    

 

Wer es bunt in seinen Beeten mag und auch gern mal wieder etwas Anderes ausprobiert, ist mit einjährigen Sommerblumen bestens bedient. Vor allem wenn es sich um leicht zu ziehende Arten handelt. In der Regel blühen die Einjährigen etwas später im Jahr, dann aber wochenlang. Sie ergänzen damit jede Stauden-Rabatte, zumal sich mit ihnen Lücken in der Bepflanzung wunderbar schließen lassen, ohne die Stauden einzuengen.

 

 

 

Neben dem bekannten mehrjährigen Stauden-Rittersporn haben wir in diesem Jahr auch einjährigen Rittersporn (Consolida ajacis) gezogen und waren begeistert! Die Pflanze wird bei guter Nährstoffversorgung und vollsonnigem Standort bis zu 1,5 m hoch.

Ihr Laub ist sehr viel filigraner als beim Stauden-Rittersporn. Das Farbspektrum reicht von weiß über rosa bis zu blau. In einem Samentütchen, das es für wenig Geld überall zu kaufen gibt, ist meist eine Mischung enthalten. Danach lassen sich Samen zur Selbstvermehrung einfach abnehmen.

Die Blüten erscheinen bei im Haus vorgezogenen Pflanzen ab Mitte Juni den ganzen Sommer über.  Nur blöd, dass sie nicht winterhart sind. Sie samen sich aber großzügig aus und überwintern als Sämlinge direkt vor Ort.

 

 

In diesem Jahr hatten wir eine Mischung verschiedenfarbiger Sonnenblumen ausgesät, die sich auch prima entwickelt haben. Leider musste der Strohhut sie roden, als sie gerade richtig schön blühten, weil sonst der Mais gar nichts mehr geworden wäre. Steffi hatte die Kerne nämlich neben den Maispflanzen ausgesät, und denen nahmen die Sonnenblumen dann Licht und Nährstoffe weg. Keine gute Kombination. Den Kürbis- und Zucchinipflanzen haben die Sonnenblumen hingegen gar nichts ausgemacht. Auch sie wuchsen auf dem selben Beet.

 

 

Super einfach und wunderschön - Mohn (Papaver). Einfach den feinen Samen ab März und dann im wöchentlichen Abstand zwischen den Stauden ausstreuen und abwarten.

Die obersten zwei Bilder - Gartenmohn (Papaver somniferum), darunter Papaver setigerum, das unterste Bild - Sandmohn (Papaver argemone).

 

 

Etwas für die Beetumrandung oder den Vordergrund in einer Rabatte sind Zwergmargeriten. Die Pflanzen werden durchschnittlich 30 cm hoch. Nach der ersten Blüte im Juli sollte man die Pflänzchen zurückschneiden, damit sie neu austreiben und nochmal blühen. Andernfalls samen sie sich leicht aus und blühen dann später im Jahr wieder. Dankbare Anfängerpflanze.

Steffi hatte die Pflänzchen im Haus vorgezogen, damit sie früher blühen. Hat problemlos geklappt.

 

 

Portulakröschen gibt es in allen Farben, mit einfachen oder gefüllten Blüten. Damit sie schön blühen, sollte man sie nach dem Keimen (nur Direktsaat ins Freiland ab Mitte Mai!) vereinzeln und unbedingt sonnig pflanzen. An den Boden stellen sie sonst keine weiteren Ansprüche. Allerdings sehen sie erst ab Ende Juli wirklich gut aus - besonders als Beetumrandung.

Vor allem die noch jungen Keimlinge übersieht man gern im Blumenbeet und reißt sie leicht raus, deshalb unbedingt die Saat markieren.

 

 

Diese Pflanze ist ein richtiger Geheimtipp. Sie wird als "Blaue Pimpinelle" bezeichnet oder als "Gauchheil". Sie ist auch tatsächlich mit dem bekannten Unkraut namens "Ackergauchheil" verwandt, welches aber sehr viel kleiner ist und winzige rote Blüten hervorbringt. Eine Blüte der Blauen Pimpinelle ist hingegen um die 2 cm groß (Durchmesser).

Steffi hatte die Pflänzchen im Haus vorgezogen, was diese aber nicht gut vertragen haben. Besser dürfte die Direktsaat ab Ende April/Anfang Mai sein. Eine Pflanze erreicht eine Höhe von guten 20 cm. Daher unbedingt in den Vordergrund pflanzen. Im Beet sollte man sie in größeren Gruppen pflanzen, damit sie nicht übersehen werden. Als Beetumrandung eignen sie sich allein eher nicht aufgrund der schlechten Fernwirkung der Farbe Blau. Eventuell ist aber eine Kombination mit Zwergmargeriten möglich, wenn es denn eine Beeteinfassung werden soll. Ansonsten eignet sich die Blaue Pimpinelle auch sehr gut als Balkonpflanze.

Die Pflanze stellt keinerlei Ansprüche an den Boden.

 

 

Die Kapuzinerkresse gehört bei uns in den Nutzgarten. Dort eignet sie sich hervorragend als Beeteinfassung. Die Aussaat ist denkbar einfach - ab Mitte Mai direkt an Ort und Stelle ca. 1 cm tief in die Erde stecken. Nährstoffreich muss der Standort aber unbedingt sein und noch dazu sonnig. Im Spätsommer/Herbst kann man dann unproblematisch wieder reife Samen aufsammeln.

 

 

Eine der am simpelsten zu ziehenden und anspruchlosesten Sommerblumen sind die Studentenblumen. Besonders die niedrigen Arten sind absolute Anfängerpflanzen. Die kann man problemlos ab Ende April direkt ins Freiland säen. In einem milden Winter versamen sie sich sogar von allein im Garten. Die höheren Sorten (Tagetes erecta) sollte man ab April im Haus vorziehen, da sie sonst erst sehr spät im Jahr blühen.

 

 

Diese Pflanze war auch auch so eine positive Überraschung in diesem Jahr. Es ist eine Zitronenmonarde (Monarda citriodora). Eigentlich eine Staude übersteht sie bei uns den Winter nicht und wird daher als Einjährige gezogen. Einfach an Ort und Stelle ab Anfang Mai aussäen. Sie stellt keine Ansprüche an den Boden, solange sie sonnig stehen darf. Dann bedankt sie sich beim Gärtner mit einer äußerst reichhaltigen Blüte, die noch dazu viele Schmetterlinge anzieht.

Die Pflanze produziert auch jede Menge Samen, die man allerdings nur mit etwas Mühe aus den Hülsen lösen kann. Sie versamt sich NICHT von allein.

 

 

Sommerastern gehören ebenfalls zu den sehr leicht zu ziehenden Sommerblumen. Da sie kaum Wurzeln ausbilden, eignen sie sich sogar für die Bepflanzung des Balkons. Die von uns gezogene Sorte in diesem Jahr heißt "Angela". Sie erstrahlt in einem tiefem Violett.

Leider haben wir sie zu spät ins Freiland gepflanzt, so dass die Pflanzen keine Samen bilden konnten. Geblüht haben sie aber trotzdem sehr schön, auch wenn die Blütenköpfe der Sorte so schwer waren, dass die Stiele sie kaum tragen konnten. Das Problem könnte aber auch durch den vielen Regen ab August verursacht worden sein.

Sommerastern versamen sich leicht im Beet, wenn man die Pflanzen nicht nach der Blüte abschneidet.

 

 

Bei den Cosmeen oder Schmuckkörbchen haben wir bisher leider immer Pech mit der Aussaat gehabt. Entweder keimen die Pflanzen schlecht, oder sie fallen nach dem keimen um, oder sie bilden keine Blüten nur Kraut. Dieses Jahr hat uns deshalb Steffis Onkel Pflänzchen aus seinem Garten gegeben, da sie sich bei ihm sogar selber versamen! Daraufhin waren sie eine Wucht! Bei uns haben sie sich auch schon von allein vermehrt, aber nur geringfügig.

 

 

Auch das Steinkraut ist sehr einfach zu ziehen und betört noch dazu mit einem atemberaubenden Duft nach Honig. Es ist die ideale Beeteinfassung. Leider ist der Samen so fein, dass man keine Samen nehmen kann (oder jedenfalls ist es uns nicht gelungen). Es samt sich aber von allein aus.

Man muss nur aufpassen, dass man es nach dem Aussäen nicht vergisst, denn es benötigt einige Zeit, um zu keimen. Die Sämlinge sind dann anfangs so zart, dass man sie schnell für Unkraut hält.

 

 

Wenn es einen Preis gäbe für die Sommerblume, die am einfachsten in der Anzucht ist, dann gewänne sie ihn - die Ringelblume. Allerdings samt sie sich auch ordentlich aus und kann so mitunter zur Plage werden. Besonders toll an ihr ist übrigens ihre lange Blütezeit. Sogar die ersten leichten Fröste machen ihr nichts aus.

 

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