|
Einmal auf dem
Teltowkanal in Berlin paddeln zu gehen, war schon lange ein Traum vom
Strohhut gewesen. Diesmal nicht wegen der tollen Natur, sondern weil es
ihn einfach interessiert hat, mal einen Teil Berlins vom Wasser aus zu
sehen. Das Unternehmen gestaltete sich aber gar nicht so einfach, da es
total schwierig ist, einen geeigneten Platz zum Aufbauen und Einsetzen
unseres Falt-Paddelbootes in Berlin zu finden.
Wie der Platz
gefunden war, mussten wir dann auch noch gegen einen halsstarrigen
Angler kämpfen, der nun partout geistig nicht in der Lage war zu
verstehen, warum das Boot nur an einer bestimmten Stelle ins Wasser
konnte. Verständlich, da es sehr schwierig ist, eine Angel kurz aus dem
Wasser zu nehmen :-(
Wir starteten
die Tour in Altglienicke - im Südosten Berlins - und paddelten dann
munter bis nach Köpenick. Bis auf 2-3 andere Paddler waren wir die
Einzigen an diesem wunderschönen Sommertag, die diese Strecke nahmen.
|
|

|
Altglienicke vom Teltowkanal aus: So idyllisch es auf dem Foto aussieht,
direkt am linken Ufer liegt eine stark befahrene mehrspurige Straße. Am
rechten Ufer befinden sich ein paar kleinere Grundstücke mit teils neu
erbauten Einfamilienhäusern, teils noch den alten DDR-Bungalows. Denn
früher befand sich dort eine Laubenpieperkolonie.
Viel mehr hat
der Teltowkanal auf dem relativ kurzen Stück bis nach Köpenick leider
nicht zu bieten. Hier und da gibt es noch alte Industrieanlagen, die
jedoch mittlerweile bis auf seltene Ausnahmen alle brach liegen und
verfallen. Unfassbar, wenn man sich überlegt, was ein Wassergrundstück
in Berlin eigentlich wert sein müsste!
|
|

|
Hier haben wir
den Teltowkanal bereits hinter uns gelassen und befinden uns mitten auf
der Dahme in Köpenick, die teilweise von so beachtlicher Breite ist,
dass man vergisst, dass man sich auf einem Fluss befindet.
Das Foto zeigt
eine typische Ansicht des Stadtbezirks vom Wasser aus. |
|

|
Hier mal ein
Bild von einer der immer noch zahlreichen Industriebrachen, die nach
unserem Eindruck in Köpenick aber mehr und mehr in Wohnraum umgewandelt
werden und zwar in exklusiven! Siehe nächstes Foto. |
|

|
Für Köpenick ist
es wohl eine Zeit des Umbruchs. Auf der einen Seite zu Lofts ausgebaute
alte Fabrikgebäude, daneben noch die gewohnten Bootsschuppen, wo
jedermann seine kleine Jolle ankern und im Winter einmotten lassen kann
(wenn etwas frei ist und man es bezahlen kann!). |
|

|
So toll kann ein
altes Fabrikgebäude aussehen. Nur die Plastikstühle davor wollen so gar
nicht dazu passen. |
|

|
Noch gibt es
mehr Bootsschuppen als Villen. Aber da das Köpenicker Schloss nicht fern
ist, ...
Übrigens wissen
wir auch nicht, warum wir das Schloss nicht fotografiert haben.
Möglicherweise war es zum Zeitpunkt unserer Tour zwecks Sanierung
eingerüstet. Inzwischen erstrahlt es aber in neuem Glanz und kann
besichtigt werden. Darin befindet sich das Kunstgewerbemuseum. Einen
kleinen - aber wirklich kleinen - Garten hat es auch. Zum Aussteigen für
den Paddler gibt es leider keine Möglichkeit. |
|

|
Die ersten
schicken Villen sind schon da, passen aber noch nicht so recht ins
Stadtbild. Köpenick war und ist ein Arbeiterwohnviertel und nicht zu
vergleichen mit Zehlendorf oder Wannsee. Fragt sich aber, wie lange
noch. |
|

|
An dieser Stelle
auch noch der Hinweis, dass es zahlreiche Bademöglichkeiten entlang der
Dahme gibt. Das Wasser ist dank der nicht mehr existenten Industrie
entlang des Flusses von guter Qualität. Die Strömung der Dahme ist eh
kaum zu spüren. |
|

|
Das hier ist
eines der wenigen Fabrikgebäude, das nach wie vor genutzt werden, wenn
auch heutzutage anders als dazumal. Rechts ist es durch einen modernen
Anbau erweitert worden, der uns persönlich längst nicht so gut gefällt. |
|

|
Hier der Anbau. |